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Anfragen gewinnen

Warum Leadportale für Terrassendach-Betriebe selten funktionieren

Leadportale versprechen Anfragen auf Knopfdruck. Für viele Terrassendach-Betriebe enden sie in Preisgesprächen mit Kunden, die schon drei Angebote auf dem Tisch haben. Hier steht, woran das liegt und was die Alternative ist.

Ümit Can AriözsoyÜmit Can AriözsoyInhaber, Rheinland Marketing3 Min. Lesezeit

So funktionieren Leadportale

Ein Hausbesitzer sucht eine Terrassenüberdachung, landet auf einem Vergleichsportal und gibt seine Daten ein: Maße, Wunschtermin, Postleitzahl. Das Portal verkauft diese Anfrage dann an Betriebe in seiner Region.

Bei vielen Portalen geht dieselbe Anfrage nicht an einen Betrieb, sondern an mehrere. Für das Portal lohnt sich das, weil es denselben Kontakt mehrfach verkaufen kann. Für dich heißt es: Wenn du anrufst, hat der Kunde oft schon mit einem Wettbewerber gesprochen.

Das eigentliche Problem: Du startest im Preiskampf

Eine Terrassenüberdachung kauft niemand im Vorbeigehen. Es geht um Beratung, Aufmaß, Material und Montage. Genau da kann ein guter Fachbetrieb punkten.

Bei einer geteilten Anfrage kommst du aber gar nicht so weit. Der Kunde legt drei Angebote nebeneinander, und das Einzige, was er sauber vergleichen kann, ist der Preis. Deine Beratung, deine Referenzen und die Qualität deiner Montage sieht er nicht.

Dazu kommt: Der Interessent hat ein Formular ausgefüllt, nicht deinen Betrieb ausgewählt. Er kennt deinen Namen nicht, wenn du anrufst. Das merkt man am Telefon und später bei der Abschlussquote.

Ein Beispiel aus der Praxis

Serghei Gonta von G&H Überdachungen hat nach dem Wechsel vom Montageservice zum eigenen Fachbetrieb genau so angefangen: Anfragen beim Baumarkt und über Leadportale zugekauft. Dieselben Kontakte gingen an mehrere Betriebe, und am Ende entschied jedes Mal der Preis.

Heute kommen seine Anfragen über eigene Anzeigen unter seinem Namen. Wir rufen die Interessenten an, klären Budget und Zeitraum und terminieren die Aufmaßtermine. Sein Vertriebler schließt ab. In den ersten zwölf Monaten kamen so im Schnitt 32 Anfragen pro Monat zusammen, mit 302.750 € Mehrumsatz.

Wann ein Leadportal trotzdem Sinn ergeben kann

Fair bleiben gehört dazu: Leadportale haben ihren Platz. Wenn du gerade erst startest, noch keine eigenen Bilder hast und schnell ein paar Termine brauchst, können zugekaufte Anfragen eine Brücke sein.

Als dauerhafte Grundlage taugen sie selten. Du baust nichts Eigenes auf: keinen Namen in der Region, keine eigenen Kontakte, keine Zahlen, aus denen du lernen kannst. Hörst du auf zu zahlen, ist alles weg.

Die Alternative: Anfragen, die nur dir gehören

Statt Kontakte zu kaufen, kannst du sie selbst gewinnen: mit Werbung auf Facebook und Instagram, gezielt in deinem Einzugsgebiet und unter deinem Namen. Der Interessent sieht deine Projekte, dein Team und deine Montage, bevor er anfragt.

Damit das funktioniert, braucht es ein paar Dinge:

  • Eigene Aufnahmen aus deinem Betrieb statt Bildern von der Stange
  • Anzeigen, die nur in deiner Region laufen
  • Eine Landingpage in deinem Auftritt
  • Geprüfte Telefonnummern, damit dein Vertrieb nicht ins Leere telefoniert
  • Ein System, in dem keine Anfrage liegen bleibt

Das ist mehr Aufwand als ein Portal-Abo. Dafür gehört jede Anfrage dir allein, und du sprichst mit Leuten, die deinen Betrieb schon gesehen haben.

Häufige Fragen

Bekomme ich bei Leadportalen exklusive Anfragen?

Manche Portale bieten exklusive Anfragen gegen Aufpreis an. Frag vor Vertragsschluss genau nach, an wie viele Betriebe eine Anfrage geht und wie du das nachprüfen kannst.

Sind eigene Anfragen über Meta-Werbung teurer als Leadportale?

Das hängt von Region, Saison und Budget ab und lässt sich pro Anfrage schwer pauschal vergleichen. Wichtiger ist, wie viele Anfragen zu Aufträgen werden. Bei Anfragen, die nur dir gehören, fällt der direkte Preisvergleich mit Wettbewerbern weg.

Kann ich Leadportale und eigene Werbung kombinieren?

Ja. Viele Betriebe nutzen Portale am Anfang zur Überbrückung und fahren sie herunter, sobald eigene Anfragen verlässlich kommen. Wichtig ist, alle Anfragen an einem Ort zu sammeln, damit du siehst, welche Quelle wirklich Aufträge bringt.

Funktionieren eigene Anfragen in deiner Region?

In 15 Minuten schauen wir uns deine Region und deinen aktuellen Stand an. Wenn wir dir nicht helfen können, sagen wir dir das.

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